Die Auswertung realer Transaktionen ergibt ein realeres Abbild des Status quo im E-Commerce, als es Umfragen liefern können. Deshalb erschien im Frühjahr 2002 die erste Studie auf Basis realer Kaufvorgänge, die über die heutige Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden. Diese trug noch den Namen "Pago-Studie".
Das große Medienecho und die starke Nachfrage nach diesem jährlich erscheinenden Kompendium des Online-Handels haben dazu geführt, dass der E-Commerce-Report 2009, wie er inzwischen heißt, auf Basis von über 30 Millionen Transaktionen erstellt wurde und er sich längst als zentraler und angesehener Bestandteil im Kreise europäischer E-Commerce-Untersuchungen etabliert hat.
Untersucht werden alljährlich das Kaufverhalten und das Zahlverhalten von Konsumenten aus Deutschland, Großbritannien, dem restlichen Europa und dem nicht-europäischen Ausland. In Zusammenarbeit mit einem renommierten Marktforschungsinstitut werden bewährte Verfahren der Statistik eingesetzt. Dies erlaubt eine umfassende Analyse zum Status quo des E-Commerce in Bezug auf Kauf- und Zahlverhalten, Zahlungsausfallrisiko und Branchenspezifika.
Mit der wachsenden Medienresonanz auf den E-Commerce-Report stieg die Nachfrage nach detaillierten Teilauswertungen, die innerhalb einer Branche über die kumulierten Ergebnisse des Reports hinausgehen. Als Reaktion darauf erschien im Herbst 2007 erstmals der Retail-Report, der ausschließlich Kaufvorgänge aus dem Online-Handel auswertet. So ist es möglich, die Charakteristika dieser Branche detailliert aufzuzeigen, ohne dass diese durch die typischen Merkmale anderer Branchen – beispielsweise Dienstleistungen und Reisen – verfälscht werden.