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13.03.09 Zahlungsausfallrisiko im Online-Handel bei Frauen geringer als bei Männern

Aktueller Pago Retail-Report der Deutschen Card Services bietet europäischen Online-Händlern wertvolle Informationen zur Vermeidung von Zahlungsausfällen

KÖLN, 13. März 2009 - Das Zahlungsausfallrisiko bei Frauen ist im europäischen Online-Handel geringer als das bei  Männern. Indikator dafür ist die niedrigere Chargeback-Quote, also der Anteil zurückgebuchter  Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers. Demnach liegt die Ausfallquote weiblicher Consumer  mit rund 0,10% bei Online-Käufen, die per Kreditkarte beglichen werden, nur etwa halb so hoch wie die männlicher  Kunden mit 0,19%. Im Vorjahr noch standen die Zeichen umgekehrt. Das zeigt der Pago Retail-Report 2008, den die  Deutsche Card Services, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank, kürzlich vorgelegt hat. 

Chargeback-Quote bleibt im Retail auf niedrigem Niveau
Erfreulich bleibt laut Pago Retail-Report 2008 das insgesamt recht niedrige Niveau der Chargeback-Quote im  europäischen Online-Handel in Höhe von 0,34%. Eine Eigenheit des Retails im Vergleich zum gesamten E-Commerce,  dessen Trends im Pago Report 2008 ausführlich beleuchtet werden, bildet sich heraus beim Blick auf die  Chargeback-Gründe. Jeder fünfte Chargeback, also knapp 20%, entsteht im Retail nach unklaren Transaktionen, im  gesamten E-Commerce sind es nur 8,57%. Dabei ließe sich dieser Ablehnungsgrund beispielsweise durch zeitnahe  Ausführung der Bestellung und deutliche Angabe des Zahlungsempfängers, also des Online-Händlers, bei der Abbuchung  verhindern. Hier sind vor allem Anbieter digitaler Shops selbst gefordert, zum einen ihre Hausaufgaben zu machen,  zum anderen entsprechend durch gezielte Aufklärung Eingabefehler der Kunden zu verhindern.

Einsatz von 3-D Secure senkt Chargeback-Quote 
Durch Einsatz von 3-D Secure senken Anbieter im europäischen Retail ihre Chargeback-Quote und damit ihren  Karten-Zahlungsausfall auf insgesamt 0,24%. Das heißt, lediglich einer von 400 mit Kreditkarte oder per Maestro  beglichenen Käufen platzt. Mit dieser Technologie können Online-Händler sich vor dem Missbrauch von Kreditkarten  und vor falsch angegebenen Kartennummern schützen. 3-D Secure besteht aus der Authentifizierung und der  eigentlichen Kreditkartentransaktion. Bei der Authentifizierung wird die Identität des Karteninhabers anhand  seines Passwortes direkt vom Kartenherausgeber zweifelsfrei überprüft, das heißt, potenzielle Betrüger können sich  gar nicht erst authentifizieren. Auch wenn 3-D Secure derzeit noch nicht von allen Banken angeboten wird, so lohnt  sich der Einsatz für Händler dennoch. Denn auf diese Weise sind Chargebacks mit der Begründung, eine Transaktion  sei nicht veranlasst worden, nicht mehr möglich. Die Befreiung dieses Risikos gilt auch, wenn ein Händler 3-D Secure nutzen wollte, eine Authentifizierung aber nicht stattfindet, da der Karteninhaber beziehungsweise dessen  Bank dies nicht unterstützt. Hier ist allerdings auch zu beachten, dass bei Maestro-Transaktionen eine  3-D-Secure-Pflicht besteht, während der 3-D-Secure-Einsatz bei Kreditkarten bisher nur auf freiwilliger Basis  geschieht.

Resteuropäische Kunden mit geringerer Chargeback-Quote als im Vorjahr

Die insgesamt erfreuliche Entwicklung der Chargeback-Quoten zeigt sich besonders deutlich bei Consumern, die der  Pago Retail-Report 2008 mit der Herkunft "Rest-Europa" versieht. Damit sind solche europäischen Käufer gemeint,  die nicht aus den   E-Commerce-Hochburgen Deutschland und Großbritannien stammen. In Rest-Europa sank die im  Vorjahr noch vergleichsweise hohe Chargeback-Quote von 1,03% auf positive 0,19%. Bei deutschen Kunden freuen sich  Online-Händler über die niedrigste Chargeback-Quote in Höhe von lediglich 0,08%.

Pago Retail-Report 2008 erweitert bereits erschienenen Pago Report 2008
Der Pago Retail-Report 2008 unterscheidet Käufer aus Deutschland, Großbritannien, dem übrigen Europa sowie aus den  außereuropäischen Regionen. Vorgegeben durch das Lizenzgebiet der Deutschen Card Services, stammen die  berücksichtigten Händler dagegen allesamt aus europäischen Staaten. Gerade auf europäischer Ebene kommt hier zum  Tragen, dass der Pago Retail-Report 2008 erstmals neuere Zahlarten auswertet wie giropay und Maestro. Dabei  fließen nur solche Online-Anbieter in die Erhebung ein, die Ware anbieten, also dem klassischen Versandhandel  ähneln. Damit stellt der Pago Retail-Report 2008 eine Erweiterung des bereits erschienenen Pago Reports 2008 dar,  der den gesamten E-Commerce berücksichtigt.

Unter dem Titel "Kauf- und Zahlverhalten im Online-Handel" beleuchtet der Pago Retail-Report 2008 in zahlreichen  Auswertungen europäische Entwicklungen beim Kauf- und Zahlverhalten, beim Zahlungsausfallrisiko sowie Tendenzen im  Retail, einer der bedeutendsten E-Commerce-Branchen. Darunter fallen Online-Shops, die "Ware" anbieten, also mit  Geschäftsmodellen, die dem klassischen Versandhandel ähneln - eine Branche, die gerade im kürzlichen  Weihnachtsgeschäft geblüht haben dürfte. Datengrundlage bildet die Auswahl von rund siebeneinhalb Millionen  Retail-Kaufvorgängen, die zwischen Oktober 2006 und September 2007 über die Pago-Plattform abgewickelt wurden.

Der Pago Retail-Report 2008 kann ab sofort für 250 EUR (zzgl. MwSt.) erworben werden. Mehr Infos finden sich im  Internet unter www.ecommerce-report.de.

Hinweis: Medienvertreter können den Pago Retail-Report 2008 auf Anfrage kostenlos beziehen. Bitte nehmen Sie mit  der unten genannten Person Kontakt auf, wenn Sie den Report für Ihre Arbeit nutzen wollen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Deutsche Card Services GmbH
Tobias F. Hauptvogel
Head of Marketing & Communications
Kaltenbornweg 1-3
50679 Köln
Telefon: 0221 99577-728
Telefax: 0221 99577-8728
pr.deucs(at)db.com

Dateien:
 PI DeuCS PagoRetRep08 ZA 13mrz2009 (115 kB)
 
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